d Würtschafta die Gasthäuser

An verschiedene längst verschwundene Gasthäuser im Dorf kann sich heute niemand mehr erinnern, nur noch in historischen Schriften ist von ihnen zu lesen. Andere Wirtschaften, wie etwa der Bären, der alte Kulm, die Alpenrose oder die Samina, sind der reiferen Generation noch in guter Erinnerung. Im Laufe der Zeit wurden Gasthäuser aufgegeben, andere wurden umgebaut und verschiedene neue sind entstanden.

Gegen Ende des 19. / anfangs des 20. Jahrhundert entstanden nach und nach die Alpen-Kurhäuser. Sommergäste, zum Teil aus fernen Ländern, reisten an und suchten in unseren Alpen Erholung.

Mit der Eröffnung des neuen Tunnels Gnalp – Steg am 4.12.1947 und der ganzjährigen Offenhaltung der Malbun-Strasse brach für das Gebiet hinter dem Kulm ein neues Zeitalter an. Malbun/Steg wurde zu einem beliebten Ausflugs-, Sommer und Wintersportort. Hotels und Restaurants entstanden.

Wann und von wem wurden die Gasthäuser gebaut? Wer hat sie geführt? Gibt es geschichtlich interessante Begebenheiten festzuhalten und sind ältere Fotos vorhanden? Wir möchten Unterlagen sammeln und die Geschichte der Gasthäuser dokumentieren. Ein Grundstock an Informationen konnte an einem Hock des Vereins im Oktober 2015 bereits angelegt werden. Danke für deine Mithilfe!

Projektleitung

Fritz Wohlwend


Zur Eröffnung des neuen Hotel Restaurant
«Kulm» in Triesenberg-von Alt-Dekan Engelbert Bucher

Das Gastgewerbe im Dorfbezirk von
Triesenberg im Verlaufe der Zeit

Drei Gasthäuser, «Kulm», «Bären» und «Alpenrose», sind dem Triesenberger Dorfbild verschwunden. Damit bietet sich auch der Anlass, ein wenig in den Akten vergangener Zeiten zu blättern: wer gewirtet hat und wann unsere Dorfwirtschaften erbaut worden sind usw. Diese Arbeit beschränkt sich aber, wie die Ueberschrift sagt, nur auf die Gaststätten im Dorfbezirk (inkl. Rotenboden). Im Brandischen Urbarium. von 1507 lesen wir, dass es damals nur fünf Gastwirtschaften gab: je eine in Balzers, Triesen und Schaan und zwei in Vaduz. Obwohl Triesenberg noch keine Wirtschaft besass, scheint es, dass die Berger ab und zu im Lande eingekehrt sind! Am 3. Oktober 1528 verspricht nämlich Thomas Burtzlin von Triesenberg «wegen wohlverschuldet Sachen nie mehr ein Wirtshaus zu betreten». Das eigentliche «Wirten» am Berg beginnt sehr wahrscheinlich erst mit dem Kirchenbau, also in den 1760er Jahren. «Ausgeschenkt» wurde aber da und dort sicher schon früher. Natürlich dürfen wir uns nicht Wirtschaften im heutigen Sinn vorstellen. Irgendwo wurde einfach in einer Stube ausgeschenkt. Um aber die Feste, wie Chilbi, Fastnacht und den Baschatag gehörig feiern zu können, hatten die Berger einen öffentlichen «Tanzplatz» und zwar oben im Winkel b/Guferwald. Leider fehlt diese Flurbezeichnung in der Flurnamenbereinigung von 1977. Gerade solche Flurnamen sind sehr aussagekräftig

«Würth» während dem Kirchenbau 1767

Als «Würth» während dem Kirchenbau ist uns überliefert: «Johannes Hilbi, Würth .im Rothenboden». Er, ist in der Rentamtsrechnung von 1979 ausdrücklich erwähnt, dass er Kost und Trank verabreicht hat.

«Johannes Hilbi, Würth am Berg, vor 22 Tag dem Uhrmacher bey Einrichtung der Uhr geraichten Kost und Trunk = 52 +er, macht lauth Schein 19 fl 4 +er». «Jonannes Hilbi, Würth am Trisnerberg, vor Zöhrungen durch den Schlosser Domini Geser, Glockhengiesser, Zimerleuth, Schreiner und andern, die die neue Glockhen in den Thurm thun verholfen lauth conto 13 fl 56 -f er.

Das Jahr 1770 ist mit dem Vermerk versehen: «hat das Würthen nachgegeben».

Anno 1784 schreibt Landvogt Gilm: Vorhanden sind am Trisnerberg zwei Tafernen (=Gasthäuser). Die beiden Wirte werden tatsächlich in der Rentamts Rechnung von 1786 angeführt. Beide bezahlten jährlich 1 fl Tafernzins. Es sind dies: — Caspar Seely zu Rothenboden von ca. 1784 bis 1786; hat also nur kurz gewirtet. — Joseph Schedler bei der Kirche am Berg von 1780 bis 1796

Erster Wirt bei der Kirche

Oben genannter Joseph Schedler, wird als erster Wirt, bei der Kirche am Berg, genannt. Er wirtete von 1780 bis 1796. Dann heisst es: «hat die Wirthschaft verkauft und aufgegeben». Alte Leute sagten, dass Joseph Schedler, auf Jonaboden Nr. 7 gewohnt habe. Und im «Kaminfeger Buch 1887 bis 1907» ist unterm April 1887. eingetragen: «Jetzt Besitzer Johann Schädler Nr. 7, welcher das Kamin abgeschlissen, da dieses Haus mit Nr. 7 nur ein Haus mehr bildet». Es handelte sich also hier um ein Doppel-Haus. In welcher Hälfte gewirtet wurde, ist heute schwer zu sagen.

Zweiter Wirt bei der Kirche

Nach Caspar Seely, Würth zu Rothenboden, taucht 1788 ein Johann Schlegel «zu Rothenboden als dermalig Besitzer der Tafern» auf. Schlegel wird mehrmals «wegen dem Enzian Würzen graben» verzeigt und gestraft. Er hat wohl Enzian-Schnaps daraus gemacht. Im Rotenboden wirtete Johann Schlegel bis 1797. Da Joseph Schedler 1796 das Wirten auf Jonaboden aufgab, zieht Johann Schlegel nun nach Jonaboden. Eine Eintragung in der Rentamts Rechnung von 1798 lautet ausdrücklich: «Johann Schlegel, Wirt bey der Kirche am Triesenerberg, anstatt Joseph Schedler». Wo er gewirtet hat, ist nicht gesagt: ob in Nr. 2 alt («Kulm»), oder in Nr. 3 alt (altes Haus hinter der «Alpenrose»), oder in Nr. 7 alt. Die beiden andern Schlegelhäuser auf Jonaboden Nr. 5 und Nr. 6 können es nicht sein, da sie später gebaut wurden: Nr. 5 anno 1803 von Franz Josef Schlegel, genannt «Schlegel Sepp» und Nr. 6 anno 1820 von Alois Schlegel, beides Söhne vom obigen Johann Schlegel Johann Schlegel starb am 9. März 1823. Nach ihm wirtet Xaver Schlegel weiter, ebenfalls ein Sohn von Johann. Xaver Schlegel bezahlt Tafern- und Umgeld bis 1848. Am 26. Juni 1848 starb er.

Weitere Gehversuche im Wirten machten

  • Johann Schlegel, Organist unter Kirche (Mühle Nr. 48), wiederum ein Sohn vom obigen Wirt Johann Schlegel. Aber ein Vermerk sagt: «hat sich keine Bewilligung zum Ausschank erwirkt».
  • Johann Beck, Richters Sohn, Lavadina. Er bezahlt das Tafern- und Umgeld von 1809 bis 1812, dann heisst es: «übt der Schank nicht mehr».
  • Johann Lampert «vom Rothenboden laut amtl. Intimation (Ankündigung) vom 29. Dezember 1808». Er bezahlt das Tafern- und Umgeld bis 1816, wo es heisst: «aufgegeben».
  • Johann Nägele «auf Rothenboden», er bezahlt das Tafern- und Umgeld von 1819 bis 1826, dann heisst es: «hat seine Schenke im Dezember 1826 aufgegeben.
  • Xaver Frommelt auf Rothenboden, bezahlt das Tafern- und Umgeld von 1828 bis 1841. Es handelt sich hier wohl um Xaver Frommelt auf der Egga Nr. 84, der von 1784 bis 1867 lebte.
  • Xaver Gassner, genannt «Wirt Gassner», der wohl der letzte Wirt im alten Naus Nr. 3 gewesen ist. Nachdem dieses Haus anno 1905 abgebrochen und am selben Platz eine Kegelbahn gebaut wurde, siedelte «Wirt Gassner» auf Gartschind über, wo er im alten Haus Nr. 79 lebte und starb.

Das Gasthaus «Kulm» wurde 1802 erbaut. 1925 wurden auf den Kulm-Saal Zimmer aufgebaut. Später musste der Garten einem Parkplatz weichen. Der Gasthof Kulm wurde dann 1975 von der Gemeinde Triesenberg gekauft und schliesslich 1977 abgebrochen.

Gasthaus Kulm

Gasthaus «Kulm» 1802 erbaut

Wie bereits erwähnt, ist Johann Schlegel von Profatscheng nach Rotenboden umgesiedelt und hat dort ab 1788 gewirtet. Anno 1798 ist er auf Jonaboden gezogen. Er wird dort wohl das alte Haus Nr. 2 gebaut haben. Das neue Haus Nr. 2 (Gasthaus «Kulm») soll 1802 erbaut worden sein. Die Frage, ob dort schon ab 1798 gewirtet wird, bleibt offen, wie bereits erwähnt. Tatsache ist, dass die Schlegel, die die Vorläufer der Beck Generation auf dem «Kulm» sind, zu den ältesten Wirten am Berg gehören. Tatsache ist ferner, dass im «Kulm» seit jeher, sich das kulturelle und politische Geschehen in der Gemeinde abgewickelt hat.

Drei Kulmwirte waren in hohen Stellungen:

  • Johann Baptist Beck (1816 bis 1890) war am Berg von 1849 bis 1871 Lehrer und zugleich Organist und von 1866 bis 1871 Landtagsabgeordneter
  • Franz Josef Beck (1847 bis 1927) war 18 Jahre lang Gemeindevorsteher und 34 Jahre Landtagsabgeordneter. Unter seiner Aegide erfolgte der Kauf von der Alp Sükka und der Bau des Schulhauses 1892.
  • Heinrich Beck (1880 bis 1954) war Gemeindekassier, Gemeinderat und Gemeindevorsteher und Mitbegründer vom MGV . 1865 «Zur Frohen Hoffnung» — 1896 umgetauft.


Am 13. Oktober 1868 wird obigem Johann Bapt. Beck, der in erster Ehe mit Amalia Karolina Schlegel verehelicht war, «laut Gewerbeordnung von 1865 die Bewilligung zum Betrieb einer Gastwirthschaft in seiner eigenthümlichen Behausung Nr. 2 ertheilt». Das Gasthaus wurde «zur frohen Hoffnung» getauft, jedoch 1896 in Gasthaus «Kulm» umgetauft.

Dem Gasthaus war bis 1916 eine Bäckerei und bis 1942 eine Lebensmittelhandlung angeschlossen. 1872 sei in der Kulmstube der erste Christbaum am Berg gestanden 1898 erstes Telephon am Berg mit Umschaltdienst nach «Samina» und «Sükka». Der Kulmwirt hatte auch die Telegramme zu vertragen. 1896 Anbau des Saales — vordere Hälfte 898 Anbau des Saales — hintere Hälfte 1925 Aufbau von Zimmern auf den Saal 1957 wird der Kulmsaal in ein Gastlokal umgebaut 1974 anfangs April übernimmt Josef Schädler von Kulmwirtin Elsa Beck das Gasthaus pachtweise. 1975 Kauf der Liegenschaft «Kulm» durch die Gemeinde 1977 am 16. August Beginn mit dem Abbruch. 1980 am 31. August Eröffnung vom neu erbauten Hotel «Kulm», damit auch Beginn einer neuen Epoche.

Möge nun das neue Hotel «Kulm», unter der tüchtigen Leitung von Arthur und Jeannette Schädler-Bär, zu neuem Leben erblühen Möge das neue Hotel vielen Besuchern eine Stätte der Begegnung sein und jene Kontakte fördern helfen, die das mitmenschliche Zusammenleben befruchten und bereichern.


Das Gasthaus «Bären» wurde 1898/99 erstellt. 1975 von der Gemeinde gekauft und 1977 abgebrochen. Heute steht dort bereits das neue Dorfszentrum.

Gasthaus Bären

Im Dorfzentrum

Max Beck, (1867 bis 1953), erbaute das Haus auf dem Hofi Nr. 227 anno 1898/1899. Da er Pächter vom Gasthaus «Alpenrose» war, bezog er das Haus erst 1902. Am 19. Februar 1925 suchte er um eine Gasthauskonzession, und am 21. April 1925 um die Führung einer Pension mit fünf Fremdenzimmern an. Am 29. Mai 1925 wird ihm die Konzession für beides erteilt. Am 13.5. 1926 wird das Gasthaus «Bären» eröffnet.

Spitzfindig, wie Max Beck war, taufte er sein Gasthaus auf den Namen «Bären». «Bär» ist der Vulgo für die «Ortner» (= Sippenbezeichnung), wozu er selbst auch gehörte; Nicht alle hatten damals eitel Freude an dieser Gasthausbezeichnung, doch sie hat sich mit der Zeit gut eingebürgert.

Nachdem Max Beck alt geworden und Sohn Alois (1893 bis 1977) als Gipser meist auswärts arbeitete, verpachtete er das Gasthaus. Fam. Hans Schädler-Beck, Hofi Nr. 316 betrieb das Gasthaus vom 1. Mai 1943 bis Januar 1945. Dann folgte für kurze Zeit Hans und Anni Gassner-Büchel, vom 6. Januar 1945 bis Ende August.

Schliesslich übernahm Sohn Alois, unter Mithilfe von Tante Laura, die Führung der Wirtschaft. Am 13. Februar 1947 verehelichte er sich mit Maria, geb. Widauer und fand in ihr nicht nur eine sehr gute Gattin, sondern ebenso eine sehr gute Wirtin. Älter geworden sehnten sie sich aber nach mehr Ruhe und bauten neben dem «Bären» das Haus Nr. 460, das sie am 29. April 1966 bezogen. Als Pächter führt Franz Fuchs-Schädle, Hägen Nr. 42, vom Mal 1966 bis Ende Juli 1977 die Wirtschaft weiter.

Im Bärensaal war ab August 1947 die Fa. Glowe Trust reg., die Lederhandschuhfabrikation, untergebracht. Durch die Bürgerversammlung vom. 19. und 20. Juli 1975 wurde der Kauf der Liegenschaft «Bären» mit 278 Ja gegen 67 Nein befürwortet.

Zwecks Überbauung mit dem Ortszentrum wird das Gasthaus «Bären» anfangs September 1977 abgebrochen, nachdem vorgängig das schöne Wirtshausschild, mit einem Bären darauf, gestohlen wurde.


Gasthaus Samina

Im Weiler Rotenboden

Beck Josef, (1837: bis 1914), genannt «Bäcki», baute die «Samina» anno 1878. Sehr wahrscheinlich am 24. August 1879 war die Eröffnung. Denn an diesem Tag war «in der Wirtschaft Saminathal» auf Rothenboden musikalische Unterhaltung. Die Triesenberger Musikgesellschaft gab ihre bewährte Kunst zum Besten: Eingeladen hatte der Erbauer des Hauses, Joseph Beck. Der Name des Gasthauses wollte nicht allen gefallen, deshalb wurde die Wirtschaft bereits anfangs 1880 in «Samina» umgetauft.

Laut einer Anzeige übernimmt der Schwiegersohn vom Erbauer, August Wolfinger mit seiner Gattin Antonia, geb. Beck, am 30. April 1882 das Gasthaus. Wie lange er den Betrieb führte, konnte nicht eruiert werden.

Nach Wolfinger übernahm Johann Beck (1863 bis 1923), Gemeindevorsteher, den Gasthausbetrieb. Er war der Sohn vom obigen Josef Beck. Nach seinem Tod wurde des Hotel als Familienbetrieb weitergeführt, an der Spitze Wwe. Adelheid Beck, geb. Buschor (1869 bis 1947) und Sohn Egon Beck (1902 bis 1975, langjähriger Vizevorsteher, geannt «Samina-Egon». Im Frühjahr 1904 kaufte das Hotel «Samina» Ernst Risch, Schuhhaus, Schaan. Ab 1. Juni 1940 ist das Ehepaar Eugen Kranz (1895 bis 1980) und Bertha Kranz, geb, Imboden (1901 bis 1971) Pächter vom Hotel, das sie 1945 käuflich erwarben. Sie führten das Hotel bis Ende 1964.

1940 Arvenstube im Hotel eingerichtet 1947/48 wird Saal und Küche erweitert 1964 im Dezember erwirbt Josef Beck, Gufer Nr. 218 das Hotel. Pächter: 1. Fam. Zanardo-Walch 1964 bis August 1965. Umbau und Bau der Kegelbahn. 2. Fam. Rhyner, aber nur drei Monate, Ende 1966.

Ab Dezember 1966 führt der Besitzer Josef Beck den Betrieb selbst. 1976 wird im Zuge der Strassenkorrektion der Hoteleingang auf die Nordseite verlegt.

1979 geht das Hotel «Samina» käuflich an Hans Peter Schmid-Banzer über, der die Führung des Hotels übernimmt.


Die «Alpenrose» wurde 1879 von Johann Alois Schlegel erbaut. 1943 kaufte die Gemeinde dieses Gasthaus. Im Juli 1980 musste das Gebäude Parkplätzen weichen.

Gasthaus Alplenrose

Im Dorfzentrum

Ueber die Geschichte vom Gasthaus «Alpenrose», stütze ich mich auf die schriftlichen Angaben, die mir Franz Josef Schlegel (1881 bis 1954) gegeben hat. Er ist der Sohn von Johann Alois Schlegel und der Rosina, geb. Beck, Erbauer vom fraglichen Gasthaus. An der Stelle, wo das Gasthaus «Alpenrose» stand, war vor ihrem Bau eine Bündt mit Obstbäumen und ein durch sie fliessendes Bächlein, dessen Wasser seit der Erstellung des Hauses im Keller durchfloss.


Das Haus Nr. 3 («Alpenrose») wurde von Johann Alois Schlegel (1831 bis 1898) gebaut: Hausbaubewilligung am 20. Mai 1879. Beim Entwurf des Hauses soll der Vater, Franz Xaver Beck (1856 bis 1922), Baumeister in Russland, zu Rate gezogen haben. Aus diesem Grunde sei ein Plan entstanden, der auf der südlichen, also dem heutigen Rathaus zugekehrten Seite, drei Eingangstüren von der Strasse her schuf: durch die unterste gelangte man in den grossen Laden, durch die mittlere in das Gastlokal und durch die obere ins. Stiegenhaus und die Bäckerei. Verschiedene Umbauten erfolgten in den folgenden Jahren und nachdem Fidel Kindle das Haus gekauft hatte, verlieh er ihm das letzte Gepräge.

Das Haus hiess früher nicht «Alpenrose», sondern an der Hausecke war eine Tafel angebracht mit der Aufschrift: «Wirtschaft und Spezereihandlung von Johann Alois Schlegel.» Vermutlich hat Fidel Kindle das Haus in «Alpenrose» umgetauft.


Gasthof Edelweiss

Im Dorfzentrum

Das Haus Nr. 245 auf Jonaboden wurde 1922 von Josef Gassner (1887 bis 1933) erbaut. Am 15. Februar 1925 bittet er um Erteilung der Konzession zum Betriebe des Gastgewerbes in seinem Hause. Im Gesuche erwähnt er u.a.: «In keiner Gemeinde des Landes sind im Verhältnis zur Einwohnerzahl so wenig Gastwirtschaften, wie in Triesenberg, wenn man von den nur im Sommer offenen und ausserhalb der Ortschaft gelegenen Höhenkurhäusern absieht. Dagegen steht fest, dass gerade in Triesenberg der Fremdenverkehr eine beträchtliche Rolle spielt und noch mehr spielen wird, wenn die neue Strasse (Schloss-Strasse) in Betrieb genommen sein wird...» Am. 4.April 1925 wird die Gasthauskonzession erteilt. Die Eröffnung vom Gasthaus «Edelweiss» war anfangs Januar 1926.

Als Josef Gassner 1933 starb, führte seine Gattin, Frau Babette Gassner Kleber (1884 bis 1966), mit grosser Tatkraft und Umsicht das vielgestaltige aus Bäckerei, Geschäft erfolgreich weiter.


1966 übernahm ihr Sohn Gottlieb Gassner (1916 bis 1967), zusammen mit seiner Gattin Irma, geb. Eberle, das Haus. Gleich wurde ein Umbau des Hauses beschlossen, der 1966/67 durchgeführt wurde. Im Parterre, wo sich früher die Bäckerei, der kleine Laden und das Magazin befanden, entstand ein geräumiges Gastlokal. Im ersten Stock, wo sich die alten Gasträume und die Küche befanden, entstand ein Saal, der sich für gesellige Anlässe eignet. Der kleine Laden, der aber trotz seiner Beengtheit während Jahrzehnten allen Bedürfnissen gerecht werden musste, ist einem modernen Selbstbedienungsladen gewichen, der ab Mai 1980 stillgelegt ist. Die Wiedereröffnung nach dem Umbau war am 13/14. Mai 1967.

Leider war es Gottlieb Gassner nicht lange vergönnt, in den neuen Gastlokalitäten zu wirten, da er schon am 23. August darauf starb. So ist schon die dritte Gassner-Generation, in der Person von Josef Gassner, gelernter Koch, im Betriebe tätig. TODO: Jürgen Gassner


«Seppa Tonis Wirtschaft» im Rotenboden

Bekannt ist der älteren Generation noch das Wirtshaus von Josef Anton , Frommelt (1794 bis 1864), genannt «Seppa Toni» und dessen Eheweib Anna Maria, geb. Beck (1801 bis 1883) im Ried; Rotenboden Nr. 116. Ihre Trachtengemälde sind im Heimatmuseum. Mit dem Wirten begann er 1845.

Wahrscheinlich blieb die Wirtschaft im Betrieb bis in die 1870er Jahre. Nach Josef Anton Frommelt betrieben die Wirtschaft weiter: Theodor Schädler, «Litze Theodor» (1839 bis 1909) und Albert Nägele (1844 bis 4909), Gartschind Nr. 81 alt letzter Wirt.


Cafe Sele

Im Dorfzentrum

1955 kaufte Ferdinand Sele Nr. 243, den Platz, auf dem früher das alte Schulhaus, vom Jahre 1846, stand. Darauf erbaute er 1963/64 das neue Cafe, das am 26. März 1964 eröffnet wurde. Seither führt er mit seiner Gattin Julia, geb. Pfanner, den Betrieb. Im Oktober 1969 wurde das Cafe umgebaut: Wiedereröffnung am 18. November 1969.


Hotel Martha Bühler

Nähe Dorfzentrum

Das Haus Nr. 450 wurde 1964 von Egon Bühler, Nr. 51 erbaut und an zwei Parteien vermietet. 1975 wurde der Hausgiebel talwärts gekehrt und das Wohnhaus in ein Hotel umgebaut, wo seit dem 29. Dezember 1975 ausgeschenkt wird. Die offizielle Eröffnung des Hotels mit Einweihung war am 17. Dezember 1976. Martha Bühler, die an verschiedenen Olympiaden teilgenommen hat, ist die Tochter von Egon Bühler und der Gerta, geb. Sele und ist seit 1977 mit Gerald Tschikof verehelicht.


Café Guflina

Nähe Dorfzentrum

Das Wohnhaus Nr. 278 ufm Rieth, wo z.Z. das neue Café eingerichtet wird, wurde 1934/35 von Gottlieb Eberle (1907 bis 1959), droben in der Lavadina erbaut. 1939 wurde das Haus wieder abgebrochen und ufm Rieth, am heutigen Stand, wiederum aufgebaut. Der jetzige Hausbesitzer, Hans Gassner, baute in diesem Jahr das Haus in ein Café um. Sein Gasthausname wird «Café Guflina» sein. Voraussichtliche Eröffnung am 13714. September 1980 d.i. am Walsertreffen.

Gasthäuser sind auch heute mehr als nur Orte, wo man isst und trinkt. Es sind Begegnungsstätten, die wegen der Vereinsamung der Menschen in unserer Zeit stark an Bedeutung gewonnen haben, sie sind immer noch die populärsten Orte zwischenmenschlicher Beziehungen. Hier kann der Einsame, wie der Mitteilungsfreudige auf seine Weise zum lokalen Geschehen mitmischen und beitragen oder zumindest am Nebentisch Gerüchte, Klatsch oder Diskussionen über dieses oder jenes anhören.


Restaurant Kainer

Nähe Dorfzentrum

Früher Cafe Sele....

In Bearbeitung....


Café-Bar Heusträffl

Eingangs Dorf

Das Ehemalige «Al Capone» wurde von Harald Schädler erbaut und bis 1997 geführt. Er verstarb 1997 im Alter von nur 36 Jahren.

Im Jahr 2001 übernahme Cornelia Schädler das Local unter den neuen Namne «Heusträffl».

Die Idee für den eher ungewöhnlichen Namen - der so viel wie «Grashüpfer» bedeutet - kam, so Cornelia Schädler, von ihrem Sohn. Sie hätte lange hin und her überlegt, wollte jedoch keinen englischen Namen und fand «Heusträffl» am originellsten.

Seit 2010 führt die Ehemalige Schaaner "Trüble" Gastwirtin Uschi Sele das Heusträffl.

In Bearbeitung....