Mediathek Historische Dokumente

Die Dokumentation der Geschichte von Triesenberg und die Förderung des historischen Bewusstseins gehören zu den statutarischen Aufgaben des Vereins Ahnenforschung und Familienchronik. In dieser Mediathek findest du verschiedene volkskundliche Publikationen mit Bezug zu Triesenberg. Der Verein dankt den Herausgebern für die Zurverfügungstellung der Publikationen.


Alpen und Maiensässe

Unsere Vorfahren lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft, insbesondere der Viehzucht. Dabei waren die Alpen und Maiensässe für sie von existenzieller Bedeutung.

Es waren eifrige Kolonisten und tüchtige Alphirten – die Walser in Triesenberg. Sie hatten nach und nach Alpweiden erworben, die sie als Privatkorporationen nutzten. Schon im Jahre 1562 legten die Walser ihre Alpen zusammen und nutzten sie von da an als Gemeindealpen. Die drei Maiensässalpen Silum, Grosssteg und Kleinsteg hingegen blieben bis heute Alpgenossenschaften.

Mit den sechs Alpen Sücka, Bargälla, Turna, Sareis, Alpelti und Bärgi und den drei Genossenschaftsalpen verfügen die Triesenberger über den grössten Alpbesitz im Land.

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Aus der Bergheimat des Alpenvereins

Der Liechtensteiner Alpenverein (LAV) gehört zu den ältesten Vereinen in Liechtenstein. Er wurde als Sektion „Liechtenstein“ des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins im Jahre 1909 gegründet und wurde 1946 selbständig.

Seit anfangs der Fünfzigerjahre publiziert der Alpenverein die Jahresschrift „Bergheimat“. – eine spannende und abwechslungsreiche Publikation.

In der “Bergheimat“ ist auch manch’ geschichtlich interessanter Beitrag über die Bergwelt, die Alpwirtschaft und das Brauchtum zu finden.

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Walserzug - Bildhauerarbeit - Mitwirkung des Triesenbergers Donat Sele

Die Walser

Der typische Dialekt und viele Flurnamen, das Schild beim Ortseingang und das Signet in der Dorfplatzpflästerung, das Walsermuseum und kulturelle Publikationen sowie verschiedene Besonderheiten verraten es: Triesenberg ist eine Walsergemeinde.

Im 13. und 14. Jahrhundert wanderten viele junge Männer, Frauen und ganze Familien aus ihrer Heimat im Oberwallis aus und liessen sich in den Hochtälern südlich des Monte Rosa, im Pomatt, in Graubünden und Vorarlberg sowie weiteren alpinen Gebieten nieder.

Auch Triesenberg wurde dazumal von den Walsern besiedelt. In zäher, mühseliger Arbeit kultivierten sie das Land und schufen für sich und ihre Nachkommen eine neue Heimat.

Wer waren diese Walliser, die nach der Auswanderung „Walser“ genannt wurden? Warum verliessen sie das Oberwallis, und wo liessen sie sich überall nieder? Dies und viel mehr über das Walsertum erfährst du hier in unserer Mediathek oder auf den Internetseiten der Internationalen Walservereinigung, der Walservereinigung Graubünden sowie der Vorarlberger Walservereinigung.

Mehr dazu... wir-walser walserverein gr Vorarlberger Walservereinigung


Lage: Im Dorfzentrum von Triesenberg, direkt neben dem Hotel Kulm. Zum Walsermuseum gehört auch das 400 Jahre alte Walserhaus südlich des Friedhofs.

Öffnungszeiten und Führungen

Unser Walser Heimatmuseum

Sie lebten von der Landwirtschaft, arbeiteten im Kartoffelacker, sassen an den Spinnrädern und Webstühlen, schliefen in Laubbetten und erhellten die gemütlichen Stuben mit dem Talg- oder Kerzenlicht. Die Wege legten sie zu Fuss zurück und nahmen alles, was es zu transportieren gab, auf den Rücken oder zogen es auf dem „Schlossrchara“. Unsere Vorfahren führten ein einfaches Leben und mussten harte körperliche Arbeit verrichten. Sie waren fromme Menschen und hatten ein natürliches Verhältnis zum Werden und Vergehen.

Das Walser Heimatmuseum im Dorfzentrum mit der Multivisionsschau und das 400 Jahre alte Walserhaus südlich der Pfarrkirche veranschaulichen auf eindrückliche Weise die Lebensweise unserer Ahnen, das Brauchtum und die Geschichte unserer Gemeinde. Das Museum ist ein wahrer Juwel im Kulturangebot Liechtensteins.

Der „Museumführer“ – ein über 100 Seiten umfassendes Heft, geschaffen vom langjährigen Museumsleiter Josef Eberle – ist nicht nur ein Begleiter beim Rundgang im Museum, sondern auch ein spannendes, lehrreiches Nachschlagewerk.

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Ünschi Gschicht

Heimatkundliche Artikel aus dem Triesenberger Dorfspiegel

Woher kam der Strom für die ersten Glühbirnen und wann wurde die Feuerwehr gegründet? Wer war Dr. Wilhelm Beck? Was sind Beigla und wie wurde früher Weihnachten gefeiert? Wann fuhr das erste Postauto nach Triesenberg und wie lebte man zur Zeit des ersten Weltkriegs am Berg?

Antworten auf diese und Fragen und viel Wissenswertes über die Geschichte unserer Gemeinde und das Walsertum findest du unter der Rubrik „ünschi Gschicht“ im Dorfspiegel.

Josef Eberle, Geschichtsforscher und Autor vieler Publikationen, sowie weitere Verfasser haben mit diesen heimatkundlichen Artikeln für alle Geschichtsinteressierten eine wahre Schatztruhe geschaffen.

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Heimelige Zeiten

zum Teil auch harte Zeiten

ist eine von Pfarrer Engelbert Bucher ins Leben gerufene zwölfteilige heimatkundliche Publikation, die zu einer grossartigen Fundgrube der Triesenberger Dorfgeschichte angewachsen ist. Mit dem 250 Seiten starken Buch „Die Berglandwirtschaft im Wandel der Zeit“ (2008) hat die Schriftenreihe ihren krönenden Abschluss gefunden. Verschiedene Autoren und Fotografen haben ihr Wissen und ihr Dokumentationsgeschick in die vielfältigen Beiträge eingebracht. Besonderes Gewicht wurde auf die Walser Mundart gelegt.

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Der Triesenberger Walserdialekt

In Triesenberg wird ein Dialekt gesprochen, der sich deutlich von den Mundarten der Talgemeinden abhebt: Der Triesenberger Walserdialekt. Die Triesenberger sind stolz auf ihren eigentümlichen Dialekt und pflegen ihn. Trotzdem ist durch die heutigen Fremdeinflüsse und geänderten Lebensverhältnisse ein schleichender Sprachwandel im Gang. Der urchige Walserdialekt verliert nach und nach von seinem ursprünglichen Wesen.

Die Pflege der angestammten Mundart zählt nebst der Familien- und Geschichtsforschung zu den Hauptaufgaben des Vereins Ahnenforschung und Familienchronik Triesenberg.

Die verschiedenen Publikationen in dieser Mediathek – die Wörtersammlung von Herbert Hilbe und die anderen Dialekschriften – sollen dazu beitragen, den „Bäärger Dialäkt“ zu fördern und den Stolz auf das sprachliche Kulturgut zu stärken.

Mehr dazu... Bäärger Schriibregla

Die Hauszeichen von Triesenberg

Hauszeichen dienten Jahrhunderte lang als Besitz- oder Eigentumszeichen, die man auf Gerätschaften, teilweise an Hausgiebeln usw. anbrachte. Dem Grossvieh wurde das Hauszeichen als Haarmal mit der Schere eingeschnitten und dem Kleinvieh hängte man Holztäfelchen mit dem Hauszeichen um den Hals. Jedes Haus bzw. jeder Hausbesitzer hatte sein eigenes Zeichen.

Auch als Zeichen der Willenserklärung wurden die Hauszeichen benutzt. Sie sind auf alten Urkunden und anderen Schriftstücken zu finden.

Lehrer David Beck hatte bereits in den 30er Jahren die alten Hauszeichen von Triesenberg gesammelt und 1940 im Jahrbuch des Historischen Vereins veröffentlicht. Den Sonderabdruck seiner Dokumentation findest du hier.

Mehr dazu... (8.8 MB)

Pfarrei, Kirche und Kapellen

S.D. Fürst Josef Wenzel liess 1767/68 die Pfarrkirche und das Pfarrhaus (das heutige Rathaus) errichten. Mit dem Kirchenbau und der Pfarr-Pfründe-Stiftung durch den Fürsten ging der sehnsüchtige Wunsch der Walser am Berg nach einer selbständigen Pfarrei in Erfüllung.

Die Theodulskapelle auf Masescha ist wohl schon bald nach der Ansiedlung durch die Walser erbaut worden. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1465.

Die Steger Kapelle, die den Bauernheiligen Wendelin und Martin geweiht ist, hat ihren Ursprung in einem Bildstöcklein, welches 1817 zu einer kleinen Kapelle erweitert wurde.

Die Kapelle in Malbun wurde in den Jahren 1950/51 gebaut. Als Zeichen des Dankes für die Verschonung vor den Greueln des Zweiten Weltkrieges trägt sie den schönen Namen „Friedenskapelle“

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Handmaschinenstickerei am Triesenberg

Es gab eine Zeit, da war die Heimstickerei in unserer Region weit verbreitet. Vor dem ersten Weltkrieg, so um 1900, standen in Triesenberg in 23 Häusern Handstickmaschinen; besser gesagt in den eigens dafür angebauten Sticklokalen. Es waren karge Zeiten. Die Leute lebten vorwiegend als Selbstversorger, Bargeld war für die meisten knapp und die Möglichkeiten, einer bezahlten Arbeit nachzugehen, waren gering. Die Stickerei bot dann einigen Familien willkommene Verdienstmöglichkeiten.

Noch heute zeugen Beinamen und Sippennamen wie „dr Hagsticker“ oder „dr Bühelsticker“ vom einstigen Stickereigewerbe am Berg.

Peter Peck (ds Lehr-Davida-Peter), ein leidenschaftlicher Heimat und Ahnenforscher, hat dankenswerterweise die Heimstickerei am Berg erforscht und dokumentiert.

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Fremdenverkehr und Skisport in Triesenberg

50 Jahre Skiclub, 50 Jahre Verkehrsverein, 20 Jahre Kurverein Malbun

Am 8. Juli 1984 feierten die drei Triesenberger Vereine in Malbun ihre Jubiläen und gaben aus diesem Anlass eine Festschrift heraus. Darin wird die Gründung und Geschichte dieser Vereine dokumentiert. Zudem bereichern geschichtlich interessante Beiträge und Personenporträts die Festschrift:

  • Vorwort Alfons Schädler
  • Die Schönheit unserer Bergwelt war es aber nicht nur
  • Das Gastgewerbe in Triesenberg
  • Triesenberger Postgeschichte
  • Briefmarkenmotive aus Triesenberg
  • Die drei Tannen im Waldi
  • Skifahrerveteran am Berg
  • Bergführer
  • Ing. Peter Balzer
  • 50 Jahre Verkehrsverein Triesenberg
  • 50 Jahre Skiclub Triesenberg
  • 20 Jahre Kurverein Malbun
  • «Sport heute» - Seine Bedeutung und Chance
  • Fremdenverkehr am Triesenberg heute
  • Dank der Vereinspräsidenten
Festschrift


Zeichnung 1897 von P. Bolzer.

Der Schaftreiber von Masescha

Inhaltsverzeichnis

  • Auswanderung und Walserfrage
  • Das Rheintal in Aufruhr und Verwüstung
  • Ein Siedlungswerk am Triesnerberg
  • Wildnis unter Gertelhieb und Brand
  • Walserleben und Wirtschaft auf Masescha
  • Walserische Kunst und Kulturbedürfnisse
  • Nutzungsrechte, Besitz und Alpung
  • Geschichtskundlichcs vom Siedlungswerk am Berg
  • Nachwort zur benützten Literatur
Der Schaftreiber von Masescha

Schulchronik Triesenberg, E. Bucher

Näheres über die Schule in Triesenberg ist erst ab 1800 bekannt. In diesem Jahr wurde eine Schulstiftung errichtet und der erst dreizehnjährige Josef Beck als Lehrer angestellt. Seine Schulführung gab allerdings Anlass zu Kritik. 1805 führte Landvogt Ludwig Schuppler den Schulzwang ein. Trotzdem blieb der Schulbesuch weiterhin noch im argen. Es soll Kinder gegeben haben, die nur einen Teil des Unterrichts besuchten. Und wenn sie vom Lehrer gezüchtigt wurden, so seien sie umso mehr ausgeblieben.

Der Unterricht fand bis zur Verwirklichung des ersten Schulhauses im Jahr 1813 in Privathäusern statt. Das heutige Schulhaus im Obergufer ist das 5. Schulhaus.

Die Triesenberger Schulgeschichte wurde von Pfarrer Engelbert Bucher in der im Jahr 1963 erschienenen Schulchronik umfassend dokumentiert. Die Erkundung dieses Werks oder zumindest ein Streifzug lohnt sich.

Schulchronik

Triesenberg – Walsergemeinde im Fürstentum Liechtenstein

Im Herbst 1978 schrieb Pfarrer Engelbert Bucher einen Artikel über Triesenberg, erschienen damals in der Halbjahresschrift der Internationalen Walservereinigung „Wir Walser“. Bucher beschreibt darin die Besiedlung von Triesenberg durch die Walser, beleuchtet die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde, dokumentiert die Pfarreigründung und ruft zur Pflege des angestammten Walserdialektes auf.

Der Artikel von Pfarrer Bucher war für die Gemeinde damals Anlass zur Herausgabe eines Sonderdruckes. Bereichert wird die Broschüre durch eine Kurzfassung über den Pendlerverkehr der Gemeinde Triesenberg von Peter Mella und durch Schüleraufsätze aus der Volksschule unter dem Titel „Tradition im Bewusstsein der Kinder“.

Triesenberg – Walsergemeinde im Fürstentum Liechtenstein

Liechtensteinische Landesbibliothek / eLiechtensteinensia

Auf www.eliechtensteinensia.li stellt die Liechtensteinische Landesbibliothek der Öffentlich-keit und der Forschung liechtensteinisches Schrifttum digital zur Verfügung. Die Volltext-suche wird durch automatische Texterkennung (OCR) ermöglicht. Bereits digitalisiert wurden:

  • alle liechtensteinischen Zeitungen
  • Jahrbücher des Historischen Vereins
  • gedruckte Ausgabe des Liechtensteinischen Urkundenbuchs
  • Liechtensteinische Politische Schriften
  • Publikationen der liechtensteinisch-tschechischen Historikerkommission
  • Dokumentationen Liechtenstein 1938 bis 2008
  • Zeitschrift Eintracht
  • Veröffentlichungen der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz

In den nächsten Jahren werden weitere Liechtensteinensia hinzukommen.

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